Sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft stärken

Im Interview: NRW-Kandidat*innen für den Bundestag

Am 24. September 2017 ist Bundestagswahl. Die GEW NRW stellt je die gleichen vier Fragen an Kandidat*innen aus Nordrhein-Westfalen: Dr. Wiebke Esdar, GEW-Mitglied und SPD-Kandidatin aus Bielefeld, stellt sich vor.
Bundestagswahl: In den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft investieren

Foto: pixabay

Deutschland wählt am 24. September 2017 einen neuen Bundestag. Aus Nordrhein-Westfalen stehen fast 800 Kandidat*innen aus 23 Parteien zur Wahl. Einige der jüngeren Jahrgänge stellen sich kurz und knapp den Fragen der GEW NRW. Angefragt sind Kandidat*innen der demokratischen Parteien SPD, CDU, GRÜNE, FDP und DIE LINKE.

Mit Robert von Olberg hat sich bereits ein SPD-Kandidat vorgestellt. Dr. Wiebke Esdar (Jahrgang 1984) leistet ihm nun Gesellschaft – nicht zuletzt deshalb, da sie als Mitglied der GEW NRW den gewerkschaftlichen Blick mitbringt.

Was macht Sie aus?

Ich bin ein Mensch, der sich einmischt und einsetzt. Angefangen hat das im Schwimmverein, politisch geworden ist es im Studium. Als studentische Interessenvertreterin hat mich der Kampf gegen die Studiengebühren in die SPD und die GEW gebracht. Ausgrenzung und Diskriminierung kann ich nicht leiden, darum setze ich mich im Bündnis gegen Rechts ein. Jetzt will ich in Berlin eine starke Stimme für Bielefeld und Werther sein und die vielen gesammelten Bielefeld Ideen dorthin tragen.

Was treibt Sie (vor)an?

Wir brauchen endlich wieder eine zukunftsgerichtete Politik, die in Bildung, Infrastruktur und den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft investiert. Ich möchte, dass es unseren Kindern später mindestens genauso gut geht wie uns – und dafür müssen wir jetzt gerecht investieren.

Wo möchten Sie hin?   

Ich möchte Bildungspolitik gestalten. Dabei ist es mir wichtig, meine Erfahrung einzubringen: Als Kommunalpolitikerin, die weiß, dass das Geld für Kitas, Schulen, Ganztagsbetreuung, die Verbands- und die offene Kinder- und Jugendarbeit viel zu knapp bemessen ist. Als Wissenschaftlerin, die die aktuellen Arbeitsbedingungen an unseren Hochschulen kennt und als Bildungsforscherin, die weiß, dass es immer noch zu viel Ungleichheit in unserem Bildungssystem gibt.

Was bedeutet Bildungsgerechtigkeit für Sie?

Chancengleichheit beim Bildungszugang und im Bildungsverlauf. Darum:

  • Keine Bildungsgebühren.
  • Bessere Personalausstattung.
  • Mehr inklusive Systeme.

Die Fragen stellte Sherin Krüger, Redakteurin im NDS Verlag.

Hinweis der Redaktion: Bis kurz vor der Budnestagswahl (Stand: 21.09.2017) gingen die Antworten der je zwei angefragten Bundestagskandidat*innen der Parteien DIE LINKE sowie CDU nicht bei der Redaktion ein. Beide fehlen demnach in der Interviewreihe.