Pressemitteilung zur Jahreshauptversammlung

GEW Jahreshauptversammlung 2018

Der Einladung zur Jahreshauptversammlung des GEW-Stadtverbands Oberhausen am 26.09.2018 waren wieder zahlreiche Pädagog*innen gefolgt und in den Festsaal der Bernaduskapelle in Sterkrade gekommen. Mehrere Schüler*innen des Sophie-Scholl-Gymnasiums begrüßten die Gäste mit einem gelungenen Auftritt ihrer Gruppe „The Band“. Der Vorstand hatte als Referenten den stellvertretenden Landesvorsitzenden Sebastian Krebs eingeladen, der in seinem Vortrag einen kritischen Blick auf die eingeleiteten Maßnahmen der Landesregierung im Bildungsbereich warf. So sind aus Sicht der Gewerkschaft die Kitas, Schulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen nach wie vor unterfinanziert. Kurzfristige Investitionsprogramme reichen nicht aus und stellen oft die armen Kommunen aufgrund reduzierter Planungskapazitäten vor große Schwierigkeiten. Höhere und kontinuierliche Investitionen sind nach Meinung der GEW erforderlich, um gute Bedingungen und damit Bildungsgerechtigkeit zu erreichen. Der Fachkräftemangel in den Kitas und Schulen- vor allem Grundschulen und Förderschulen- wird sich weiter verschärfen. Die Kitafinanzierung muss über eine Neuregelung des Kinderbildungsgesetzes auf solide Füße gestellt werden. Die Lehrerwerbekampagne der Landesregierung wird nicht ausreichen, um den Lehrermangel zu beheben. Die GEW fordert seit langem A13 als Einstiegsbesoldung für alle Lehrämter. Damit würde der Lehrerberuf eine wirksame Aufwertung erhalten. Auf Unverständnis stieß bei den Gewerkschaftern, dass trotz der großen Personalnot an vielen Schulen die wichtigen Beratungs- und Unterstützungsangebote durch Schulsozialpädagog*innen weiterhin nur befristet bereitgestellt werden. Der Antrag der Jahresversammlung an den Vorstand, sich bei den politischen Parteien vor Ort und den Landtagsabgeordneten für die Umwandlung der befristeten Schulsozialpädagog*innenstellen in unbefristete Beschäftigungen einzusetzen, wurden von allen Teilnehmern begrüßt und einstimmig verabschiedet. Auch bei dieser Jahreshauptversammlung wurden die Pädagog*innen für ihre langjährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft geehrt. Sebastian Krebs dankte jedem der Jubilare mit persönlichen Worten und überreichte ihnen ihre Urkunden für 25 Jahre, 30, 35, 40, 45, 50 und sogar 55 Jahre Mitgliedschaft. In dem Rechenschaftsbericht ging Friederike Deeg vom Leitungsteam u.a. auf das Thema Schulstrukturdebatte in Oberhausen ein. Der Vorstand, in dem alle Schulformen vertreten sind, hatte sich mit möglichen Forderungen im Umgang mit bzw. zur Reduzierung von Schulformwechslern immer wieder auseinandergesetzt. Eine schnelle, einfache Lösung gibt es nicht. Das gegliederte Schulsystem in NRW stellt mit seinen unterschiedlichen Schulformen keine guten Rahmenbedingungen dar, um Schulformwechsler zu vermeiden. Deshalb befürwortet die GEW grundsätzlich die integrativen Schulformen wie z.B. die Gesamtschule, in der alle Bildungsgänge angeboten werden. Aber die Lehrkräfte für die Schulformwechsler verantwortlich zu machen- wie dies der Presse zu entnehmen war- wird zurückgewiesen. Jede Lehrkraft – gleich an welcher Schulform- leistet das Bestmögliche unter den jeweiligen Bedingungen. Beschimpfungen oder Schuldzuweisungen helfen nicht weiter. Bei dem sich anschließenden gemütlichen Beisammensein mit leckerem Essen wurden diese und weitere bildungspolitische Themen vertieft.
Pressemitteilung zur Jahreshauptversammlung
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